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Höhleninhalte

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Karstlehrpfad Kaltbrunnental-Brislachallmet

rechts
links
SchidelbodenPlan Der Boden ist mit kantig-eckigen Steinen und Erde bis zum Ende der Höhle überdeckt, am Schluss des Ganges ist der Boden aus Lehm. Die Wände sind zum Teil versintert, vor allem im Schacht.

Sedimente in Höhlen

Ablagerungen, Ausscheidungen und Mineralien in unterirdischen Hohl-räumen werden unter dem Begriff Höhlensedimente zusammen-gefasst.
Die Höhlensedimente können von der Oberfläche in den Hohlraum hinein gelangt oder darin selbst entstanden sein.

Tropfstein

Es werden drei Hauptgruppen von Höhlensedimenten unterschieden:
1 verwitterte Gesteine (Lehm, Sand, Kies, Blockschutt)
2 Ablagerungen durch chemische Vorgänge (Sinter, Gips und andere Höhlenmineralien).
3 organische Reste (pflanzliche und tierische, wie z.B. Fledermausguano)

  Tropfsteine entstehen auf folgende Weise:
Im belebten Boden bildet sich durch Abbauprozesse und Wurzelatmung Kohlendioxid, das im Regenwasser als Kohlensäure in Felsritzen versickert und Kalk auflöst. Wenn dieses Wasser in einen Höhlenraum eintropft, kann Kohlendioxid als Gas aus dem Wasser entweichen, worauf wieder Kalk ausfällt und Tropfsteine bildet. Verdunstung ist dabei von untergeordneter Bedeutung.
Detristisch

ChemSed   BioSed

Chemie der Höhlen

Die Höhlenentstehung beruht auf eindringendem kohlensäurehaltigem Wasser, gebildet aus dem CO2 der Bodenluft,welches das wenig lösliche Kalziumkarbonat (15 mg/L) des Kalkgesteins in gut lösliches Kalziumbikarbonat (15 g/l) umwandelt und somit chemisch auflöst.

Auch der umgekehrte Vorgang findet statt, man nennt dies Sinterbildung.

Am bekanntesten sind die Tropfsteine, z.B. die herunterhängenden Stalaktiten und die nach oben wachsenden Stalagmiten. Diese entstehen, wenn mit Kalziumbikarbonat gesättigtes Wasser in die Höhle eindringt.

In der kohlendioxidärmeren Höhlenluft findet ein Ausgasen statt, worauf das Wasser nicht mehr das gesamte gelöste Kalziumkarbonat in Lösung halten kann. Der überschüssige Anteil kristallisiert aus und lagert sich in Form von reinem Kalziumkarbonat ab. Verdunstung ist dabei von untergeordneter Bedeutung.

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